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U18-BUNDESTAGSWAHL 2021 in Mittelsachsen

U18-Bundestagswahl 2021

Der Kreisjugendring Mittelsachsen e.V. und das Flexible Jugendmanagement Mittelsachen haben für die diesjährige U18+ Wahlen die Koordination für den Landkreis Mittelsachen übernommen.

U18 ist eine Wahl für alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren. Unabhängig von Herkunft, Nationalität, Aufenthaltsstatus, Bildungshintergrund, Geschlecht, Haarfarbe, Hobby und Haustier. Nur unter 18 Jahre alt muss man sein.

U18-Wahlen können grundsätzlich sowohl von Einzelpersonen als auch von Vereinen, Einrichtungen, Cliquen oder Clubs gemacht werden. Ausgenommen sind politische Parteien sowie deren Jugendorganisationen und als extremistisch eingestufte sowie antidemokratische Gruppierungen.

Diese bundesweite Initiative soll nicht nur die politischen Einstellungen junger Menschen per Wahlprozedere abbilden. Das Ziel besteht vielmehr darin, Jugendliche generell für gesellschaftspolitische Fragen zu interessieren, ihre Auseinandersetzung damit zu fördern und ihre Meinungen und Interessen abzubilden. Durch dieses Format politischer Bildung wird Demokratie doppelt gestärkt. Zum einen durch das praktische Einüben demokratischen Diskurses seitens der Jugendlichen, zum anderen durch die Interessenvertretung gegenüber politisch Verantwortlichen. Mehr Informationen zur bundesweiten Initiative finden Sie unter https://www.u18.org/willkommen.

Für den Landkreis Mittelsachsen hat sich unser Team für die kommenden Monate einiges vorgenommen. Wir planen derzeit folgende Projekte:

  • Jugendliche erstellen eine kleine Videoreihe mit Fragen und Impulsen zu Hintergründen und Abläufen der Wahlen auf verschiedenen Ebenen (Kommunen, Länder, Bund). Diese werden digital verbreitet.
  •  Am 04.09. findet ein Livestream – Vortrag mit Dr. Joachim Amm von der Landeszentrale für politische Bildung statt. Dieser greift abschließend die Themen und Fragen der Videoreihe auf. Die Vorbereitung erfolgt mit Jugendlichen aus der Region. Über eine Live Chat – Funktion können sich junge Leute in Echtzeit daran beteiligen.
  •  Am 11.09. findet eine Podiumsdiskussion in Döbeln mit den Direktkandidatinnen und Direktkandidaten des Landkreises Mittelsachsen statt. Hier können Jugendliche politisch die Kandidierenden für die Bundestagswahl kennenlernen, ihre Fragen direkt stellen und sich eine eigene Meinung dazu bilden.
  • In der Woche vom 13. bis 17.09. unterstützen wir die Durchführung der U 18 – Wahl an Schulen im Landkreis Mittelsachsen. Die Ergebnisse fließen in die bundesweite Auszählung ein.

Es geht los! 48h-Aktion 01.07.-03.10.2021 in Mittelsachsen unter Schirmherrschaft von Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung

48h-Aktion in Mittelsachsen vom 01.07. – 03.10.2021

Es geht los!  Unter Schirmherrschaft von Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung werden Jugendliche aus Jugendclubs, Jugendtreffs, Jugendfeuerwehren, Jugendinitiativen und Vereinen im Landkreis Mittelsachsen vom 01.07.2021 bis 03.10.2021 etwas Bleibendes und Gemeinnütziges für ihren Heimatort schaffen. Bei den Projekten sind nahezu keine Grenzen gesetzt, Spielplätze können auf Vordermann gebracht, Jugendräume renoviert, Schulhöfe umgestaltet werden. Aber auch die Organisation eines Kinderfestes, die Aufführung eines Theaterstücks oder die Gestaltung einer Ausstellung sind denkbar. Möglich ist es ebenso, Bushaltestellen neu herzurichten, Fassaden zu streichen, Wanderwege anzulegen, Parkanlagen zu pflegen und vieles mehr.

Ob Jugendvereine, Jugendinitiativen, Jugendclubs, Jugendfeuerwehr, kirchliche Jugendgruppen, Sportvereine oder Schulklassen – mitmachen können alle, die eine gute Idee in die Tat umsetzen möchten. Hauptsache, sie kommt den Menschen vor Ort zugute und macht die Heimat schöner und lebenswerter. Die notwendigen Materialien, Geräte und Helfer suchen sich die Jugendgruppen selbst, wobei Rat und Unterstützung von Bürgern und Unternehmen gern angenommen werden.

Die Erfahrung der 48h-Aktionen zeigt, durch diese öffentlichkeitswirksamen Stunden kann eine intensive Weiterentwicklung der eigenen Gruppe und eine wertschätzende und positive Haltung der Erwachsenen gegenüber den Jugendlichen der Kommune erreicht werden.

Wir freuen uns auf eure Anmeldungen. Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung erhaltet ihr bei uns im Kreisjugendring.

Kontakt: 48h-Aktion@kjr-mittelsachsen.de, 037206 888350, Ansprechperson: Sabine Hilsbrich

Flyer

Besser spät als nie

Der gemeinsam von unserem Mitglied, der Kreisjugendfeuerwehr im Landkreis Mittelsachsen und uns im April öffentlich vorgetragene Klarstellungsbedarf für die Durchführung der Angebote der Jugendarbeit der Jugendfeuerwehren ist inzwischen erfolgt. Danke an alle Beteiligten!

Staatsminister wird Schirmherr für 48h-Aktion

Wir freuen uns, dass der Sächsische Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, die Schirmherrschaft für die diesjährige 48h-Aktion übernommen hat. In seinem Grußwort zur Aktion unterstreicht der Mittelsachse, worüber er sich freut und wofür er die Jugendlichen in unserem Landkreis anspornt. Lest selbst.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

es freut mich außerordentlich, dass Sie sich trotz der durch die Pandemie erschwerten Rahmenbedingungen entschlossen haben, mit eigenen Projekten zur 48h-Aktion beizutragen. Unser Land braucht Menschen wie Sie, die trotz mancher Widrigkeiten Eigeninitiative, Kreativität und Durchsetzungswille beweisen. Ihre Teilnahme an der Aktion ist ein positives Zeichen inmitten einer Gesellschaft, in der häufig nur ein allgemeines „Man müsste mal…“ zu hören ist.

Die Aktion räumt allen Mitwirkenden bewusst viel Gestaltungsfreiheit für ihre Projekte ein. Wirkliche Freiheit ist jedoch immer mit Eigenverantwortung verbunden. Deshalb kommt es nicht nur auf Ihre vielfältigen Ideen an, sondern ebenso auf Ihr selbstständiges Handeln, eine umsichtige Planung und eine verantwortungsvolle Realisierung. Sie müssen dazu Mitstreiter finden, sie überzeugen, Kontakte herstellen und Potenziale nutzbringend einsetzen. Ihre Projekte sollen Demokratie und Toleranz fördern und vor allem einem gemeinnützigen Zweck dienen. Damit verdeutlicht die Aktion die wesentlichen Grundlagen jeder dauerhaft erfolgreichen Gesellschaft: Ein faires, gemeinschaftliches Arbeiten an Problemlösungen zum Vorteil der Allgemeinheit.

Ich möchte Sie ermutigen: Bewerben Sie sich mit Ihren Projektideen für die 48h-Aktion. Offizieller Start ist am 01. Juli 2021. Die Sommermonate dienen der Planung und Vorbereitung. Die eigentliche 48-Stunden Aktion soll dann an einem Wochenende im September durchgeführt werden.
Ich wünsche Ihnen dafür tolle Ideen, gutes Gelingen und natürlich eine erfolgreiche Umsetzung Ihrer Projekte.

Herzlichst grüßt Sie
Thomas Schmidt

Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung
Mitglied des Sächsischen Landtags

Fotonachweis: KJR-Mittelsachsen e.V./Foto-Atelier-Klemm

Dringender Klarstellungs- und Handlungsbedarf für regionale Jugendarbeit

Der Kreisjugendring Mittelsachsen e.V. und die Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen richten sich mit einem dringenden Appell an die Verantwortlichen in der politischen Ebene in Sachsen, ihrer Verantwortung in der Kinder- und Jugendarbeit gerecht zu werden

Bezüglich der Auswirkungen des vierten Gesetztes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 22. April 2021 auf die regionale Jugendarbeit freier Träger kritisieren wir, dass erst jetzt Klarstellungen auf Landesebene erfolgen, obwohl das Gesetz im Entwurf seit voriger Woche vorliegt.

Wir fordern von allen zuständigen sächsischen Behörden dringends eine umgehende Klarstellung, wie das Gesetz in der Jugendhilfe besonders nach SGB VIII §§ 11 und 12 anzuwenden ist.

Bei den bisherigen Corona-Schutz-Verordnungen des Freistaats Sachsen gab es wenigstens inzwischen konkrete Durchführungsanweisungen, damit eine effektive Jugendarbeit weiterhin stattfinden konnte. Allein mit dem vorliegenden Bundesgesetz ist eine Einordnung der Jugendarbeit freier Träger der Jugendhilfe auch nach mehrfacher Lektüre nicht möglich. Es wird nur auf Sport und Schulen eingegangen, nicht jedoch auf die pädagogisch betreuten Angebote im Sozialraum sowie auf Jugendarbeit in Hilfsorganisationen wie z.B. der Jugendfeuerwehr. Die pädagogischen Fachkräfte und Inhaber der Jugendleitercard sind sich Ihrer Verantwortung in der Jugendarbeit während der Pandemie bewusst. Jugendarbeit kann bei der derzeitigen Lage mit sehr guten Hygienekonzepten mindestens im Außenbereich durchgeführt werden.

Die Situation der weiterhin kontakteingeschränkten Kinder und Jugendlichen ist dermaßen dramatisch, dass sie inzwischen eine ebenso dringliche Beachtung wie die Pandemie selbst braucht. Der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen droht nun wieder abzureißen. Überforderte Elternhäuser können die angestauten Probleme nicht mehr auffangen. Und wieder einmal wird nachhaltig die Motivation des Personals der Träger der Jugendhilfe (häufig ehrenamtlich tätig) untergraben. Es muss den regionalen Verbänden umgehend ermöglicht werden, ihrerseits ihren Mitgliedern konkrete Aussagen machen zu können, dass Angebote weiterhin und zu welchen Bedingungen geöffnet sein dürfen. Wir brauchen klare, leichtverständlich Regeln und umsetzbare Möglichkeiten für die Jugendarbeit in den ländlichen Regionen. Wir würden ein Ampelsystem für unsere Mitgliedern bevorzugen, wie z.B. https://www.ksberzgebirge.de/  es online zur Verfügung gestellt hatte. Diese tagaktuellen Informationen, eingebunden in klare Anwendungsaussagen für die Jugend- und Jugendverbandsarbeit sollten eigentlich selbstverständlich von Regierungsebene, online verfügbar gemacht werden.